Das CJD - Die Chancengeber CJD Bayern

Hilfe für ausländische Studienbewerber

10.09.2018 CJD Bayern « zur Übersicht

Mit zwei Bildungsberatungsstellen und 20 mobilen Beratungsstandorten unterstützt das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands Zuwanderer in Bayern, die eine akademische Ausbildung machen möchten.

„Für mich war die Unterstützung durch die Bildungsberatung sehr wichtig“, erzählt Mohamed Khadija. Der junge Mann hat regelmäßig die Beratungsstelle in München besucht und wird seit 2016 nach den Richtlinien des Garantiefonds Hochschule (GF-H) gefördert. Der GF-H ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). „Nach drei Jahren, in denen ich bis zum Sprachlevel Deutsch C1 gelernt habe, habe ich jetzt einen Studienplatz. Das ist unglaublich für mich“, freut sich der 23-Jährige Mohamed. Er wird Maschinenbau an der Fachhochschule Coburg studieren, ein Fach, für das es in Deutschland einen hohen Bedarf gibt.

„Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule will junge, akademisch orientierte Zuwanderer in eine akademische Ausbildung integrieren“, erklärt Elif Dazkir, Bildungsberaterin für Südbayern mit Sitz in München. „Dazu gibt es umfassende Beratung und für Flüchtlinge, Spätaussiedler und deren Angehörige auch die Möglichkeit, eine finanzielle Förderung nach den Richtlinien des GF-H zu beantragen.“ Junge Zugewanderte finden bei der Bildungsberatung Informationen und Hilfe zum Spracherwerb, zu der Anerkennung von im Heimatland erworbener Vorbildung, zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, zur Studienplatzbewerbung und zu Stipendienprogrammen.

Das Angebot findet regen Zuspruch. 2017 gab es im südlichen Bayern 364 Erstberatungen, 851 Nachberatungen und 168 Zulassungen für eine finanzielle Förderung nach den Richtlinien des GF-H. Die Bildungsberatung richtet sich an Zugewanderte aus aller Welt. „Zu uns kommen viele junge Syrer, Afghanen, Iraner und Somalier“, so Elif Dazkir. „Wir merken hier sofort, wenn irgendwo auf der Welt eine Krise ausbricht. Besonders berührt hat mich der Fall einer Familie aus Syrien. Der Vater ist blind und musste sich von Frau und Kindern trennen, als diese die Flucht nach Europa antraten. Heute lebt der Vater wieder zusammen mit seiner Familie. Drei der Kinder werden durch den GF-H gefördert und möchten studieren.“ Träger der Münchner und Nürnberger Beratungsstellen im GF-H-Bundesprogramm ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Gleiches gilt für die finanzielle Einzelförderung nach den Richtlinien des GF-H.