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CJD mit Ernährungspreis ausgezeichnet

01.10.2018 CJD Berchtesgaden – Gesundheit – Bildung - Beruf « zur Übersicht

Für sein Ernährungskonzept wurde das CJD Berchtesgaden – Gesundheit · Bildung · Beruf mit dem Preis der Stiftung „Rufzeichen Gesundheit“ ausgezeichnet.

„Mit dem neuen Konzept fördern wir seit neun Monaten in unserem Rehabilitationszentrum und an unseren Schulen die gesunde Ernährung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Mitarbeitenden“, erklärt Doris Gerber, stellvertretende CJD-Fachbereichsleiterin für den Bereich Gesundheit und Rehabilitation. „Der Gesundheits-Sonderpreis der Stiftung Rufzeichen Gesundheit macht uns sehr stolz und bestärkt uns, unseren Auftrag - die Erziehung zu einem gesundheitsorientierten Lebensstil - weiterhin mit Begeisterung zu erfüllen.“

In dem Rehabilitationszentrum des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands in Berchtesgaden werden junge Menschen mit Diabetes, Asthma, Adipositas, Mukoviszidose und anderen chronischen Erkrankungen aufgenommen. Sie besuchen eine der CJD-Schulen oder werden in beruflichen Maßnahmen unterstützt und erlernen ein besseres Krankheitsmanagement. Vor allem die stark übergewichtigen Jugendlichen zeigen oft auffällige Ess- und Ernährungsgewohnheiten. Aber auch die nicht übergewichtigen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in das CJD Berchtesgaden kommen, haben in ihrer bisherigen Sozialisation häufig keine gesunde Ernährung kennengelernt. Doris Gerber will gegensteuern: „Eine Projektgruppe soll junge Menschen, die ungünstige Ernährungsgewohnheiten erlernt und verinnerlicht haben, für eine gesunde Ernährung gewinnen und begeistern.“ Eine wichtige Rolle haben dabei die 60 Mitarbeitenden, die die jungen Menschen bei den Mahlzeiten begleiten. Sie sollen die gesunde Ernährung mit Begeisterung präsentieren und Vorbilder beim Essen sein. Dafür wurden die Mitarbeitenden zunächst geschult. Dann wurde der Ernährungsplan auf Basis der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für Gemeinschaftsverpflegungen überarbeitet. Das bedeutet konkret weniger Kakao, keine weißen Brötchen, keine Süßgetränke und nur eine Süßigkeit pro Tag. Die Fleischmenge wurde reduziert, stattdessen gibt es mehr Fisch. Vegetarische Tage wurden eingeführt, an denen auch abends keine Wurst auf die Teller kommt. Auch der äußere Rahmen wurde verbessert. Ziel dabei waren regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten an einem schön gedeckten Tisch. „Und bei jeder Gelegenheit vermitteln wir den jungen Menschen unsere Meinung zu Fastfood“, ergänzt Doris Gerber. „Seit Anfang Januar 2018 gelten die Vorgaben. Seither konnten Widerstände überwunden werden, und die gesunde Ernährung wird immer selbstverständlicher und macht sogar Spaß.“

Das erfolgreiche Konzept kommt nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen gut an, das Rehabilitationszentrum darf sich auch über den mit 5.000 € dotierten Gesundheits-Sonderpreis der Stiftung Rufzeichen Gesundheit freuen. Mit dem Preis wurde das Projekt für die verbindliche Umsetzung einer gesunden Ernährung gemäß DGE für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Mitarbeitende ausgezeichnet. Prof. Dr. Klaus Bös von der Universität Karlsruhe überreichte den Preis und hob den exzellenten Modellcharakter des Projektes hervor.